top of page
FHXB_Trenk045_Sch_Sonnenstern.jpg

friedrich Schröder-Sonnenstern, Foto: Alf Trenk/FHXB Museum

Maler, Zeichner

Friedrich Schröder-Sonnenstern

(1892 Kaukehmen/Ostpreußen – 1982 Berlin)

 

Das frühe Leben von Friedrich Schröder ist gekennzeichnet von Aufenthalten in Erziehungs- und Nervenheilanstalten. 1918 wird er entmündigt, 1919 geht er nach Berlin und taucht dort unter falschem Namen unter. Er beschäftigt sich mit Okkultismus und Wahrsagerei, gründet eine Sekte und verteilt seine Einnahmen in Form von Brötchen bevorzugt an Kinder, was ihm den Titel „Schrippenfürst von Schöneberg“ einbringt. Sonnenstern – den Namen legt er sich um 1928 zu – fertigt seine ersten Zeichnungen 1933/34 in einer Irrenanstalt an. Ab 1949 beginnt er intensiv zu zeichnen.

Friedrich Schröder-Sonnenstern gilt in den 1960er Jahren als der originellste deutsche Outsider-Künstler. Sein Werk ist zwischen Genie und Wahnsinn angesiedelt und hat weltweit Anerkennung gefunden.

Ausstellungen:

- 1967: Städtische Kunsthalle Düsseldorf

- 1973: Haus am Waldsee, Berlin

- 1973: Kestner-Gesellschaft, Hannover

- 1987: Galerie Maeder, München

- 2011: Michael Werner Gallery, New York

- 2014: Berliner Malerpoeten. Pulsierendes Leben, Pulsierender Tod, Browse Gallery in der Marheineke Markthalle, Berlin

- 2014: Friedrich Schröder-Sonnenstern. Werkstatt-Arbeiten, Browse Gallery in der Marheineke Markthalle, Berlin

Bibliographie:

- Carl Laszlo, Friedrich Schröder-Sonnenstern, Bâle: Ed. Menz 1962

- Peter Gorsen, Friedrich Schröder-Sonnenstern. Eine Interpretation, Frankfurt a.M.: von Sydow-Zirkwitz 1962

- Friedrich Schröder-Sonnenstern. Farbkartons, Ausst.-Kat. Städtische Kunsthalle Düsseldorf 1967

- Jes Petersen (Hrsg.), Die Pferdearschbetrachtung des Friedrich Schröder-Sonnenstern,  München: Hanser Verlag 1972

- Friedrich Schröder-Sonnenstern, Ausst.-Kat. Haus am Waldsee, Berlin 1973

- Alfred Bader, Geisteskranker oder Künstler? Der Fall Friedrich Schröder-Sonnenstern, Bern u.a.: Huber Verlag 1973

- Friedrich Schröder-Sonnenstern, Mondgeistfahrt, München: Bruckmann Verlag 1974

- Friedrich Schröder-Sonnenstern, 22 frühe Original-Farb-Zeichnungen, Berlin: Petersen-Galerie 1978

- Friedrich Schröder-Sonnenstern, Trostlied für Aus- und Angebombte. Mit Beitrag von Peter Gorsen, Wien: Freibord 1981

- Aldona Gustas (Hrsg.), Zehn Jahre Berliner Malerpoeten, Ausst.-Kat. Galerie im Rathaus Tempelhof, Berlin: Nicolai 1982

- Irene Maeder (Hrsg.), Friedrich Schröder-Sonnenstern, Ausst.-Kat. Galerie Maeder, München: Hirmer 1987

- 20 Jahre Berliner Malerpoeten, Ausst.-Kat. Galerie im Rathaus Tempelhof, Berlin 1992

- Friedrich Schröder-Sonnenstern, Jes Petersen (Hrsg.), Seelenerkennungsdienst. Sentenzen, Gedichte, Graphiken, Berlin 2006

- Klaus Ferentschik, Peter Gorsen, Friedrich Schröder-Sonnenstern und sein Kosmos, Berlin: Parthas Verlag 2013

bottom of page