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Roger Loewig, 1980er Jahre, Foto: Roger Loewig Gesellschaft

Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0

Maler, Grafiker, Lyriker

Roger Loewig

(1930 Striegau/Schlesien – 1997 Berlin)

Nach zehnjähriger Tätigkeit als Lehrer für Russisch, Deutsch und Geschichte an Ost-Berliner Schulen widmet sich Loewig als Autodidakt intensiv dem Malen, Zeichnen und Schreiben. Eine erste Ausstellung in privaten Räumen führt 1963 zur Verhaftung durch die Staatssicherheit und zur Verurteilung wegen „staatsgefährdender Hetze und Propaganda in schwerwiegendem Falle“. Und zu Berufsverbot. Erst 1972 kann er nach West-Berlin ausreisen. Über hundert Einzelausstellungen im In- und Ausland und zahlreiche Veröffentlichungen machen ihn einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

 

Ausstellungen:

- 1966: Zeichnungen, Gesellschaft der Freunde der Bildenden Kunst Warschau

- 1972: Dunkelland – Zeichnungen 1965–1972, Galerie Brusberg, Hannover

- 1973: Lithographien aus den Jahren 1965–1972, Kunstamt Reinickendorf, Berlin

- 1975: Strom zwischen Anfang und Ende, Baukunst-Galerie Köln

- 1976: Galerie Pels-Leusden, Berlin

- 1978: Fluchtgedanken – Zeichnungen und Texte von Roger Loewig, Hamburger Kunsthalle

- 1979: Bilder–Zeichnungen–Graphik, Ostdeutsche Galerie Regensburg

- 1981: Zeichnungen und Radierungen, Ostdeutsche Galerie Regensburg

- 1982: Frühe Bilder, Späte Zeichnungen, Bücher 1954–81, Kunstamt Reinickendorf und Graphothek Berlin in der Rathaus-Galerie Berlin-Wittenau

- 1984: Verwundbare. Zeichnungen und Texte, Städtische Galerie Albstadt

- 1984: Bilder und Zeichnungen in der St.-Matthäus-Kirche, Neuer Berliner Kunstverein

- 1986: Handzeichnungen und Graphiken, Nationalmuseum Warschau

- 1988: Zeichnungen und Lithographien, Berlinische Galerie

- 1992: Reminiszenzen. Bilder – Zeichnungen – Bücher, Haus Ungarn, Berlin

- 1992: Epitafia, Staatliches Museum Auschwitz

- 2000: Auf der Suche nach Menschenland, Museum Nicolaihaus, Berlin

- 2012: Ich komme aus Vergangenheiten, Marienkirche, Bad Belzig

- 2014: Berliner Malerpoeten. Pulsierendes Leben, Pulsierender Tod, Browse Gallery in der Marheineke Markthalle, Berlin

Bibliographie:

- Roger Loewig, mein mund webt ein fangnetz für den tod. 8 lithographien und 6 gedichte, Burgdorf/Hannover: Steintor-Verlag 1971

- Roger Loewig, Und verliebt in mein Land. Gedichte 1970 und 1971, Berlin Wilhelmsruher Damm 120: Selbstverlag Cenzi Troike 1972

- Roger Loewig, Dunkelland. Zeichnungen 1965 bis 1972, Hannover: Galerie Brusberg 1972

- Roger Loewig, Das lithografische Werk 1965–1971, Bonn: Roger-Loewig-Gesellschaft 1972

- Roger Loewig, Sei ein Himmel gnädig meiner späten Ernte! Gedichte und Zeichnungen, Berlin Wilhelmsruher Damm 120: Roger Loewig Selbstverlag 1978

- Roger Loewig, Fluchtgedanken. Zeichnungen und Texte, Hamburg: Christians Verlag 1978

- Roger Loewig, Ewig rauchende Kältezeit. Gedichte, Berlin: Oberbaumverlag 1979

- Roger Loewig, Ein Vogel bin ich ohne Flügel. Gedichte und Zeichnungen, Hamburg: Hoffmann und Campe 1980

- Roger Loewig, Gesichtedünung. Handzeichnungen 1954–1980, Frankfurt a.M., Berlin, Wien: Propyläen-Verlag 1981

- Roger Loewig, Eine Hinterlassenschaft. Geschichten von Käfigen und vom Zugvogeldasein, Berlin, Frankfurt a.M., Wien: Ullstein 1981

- Roger Loewig, Bis ein Stück Himmel die Brust trägt. Gedichte aus 3 Jahrzehnten, Berlin, Frankfurt a.M., Wien: Ullstein 1982

- Roger Loewig, Etwas unheimliche Zeichnungen oder verändertes Vokabular. Zwanzig doppeltbetitelte Bleistiftzeichnungen zusammen mit unerlässlichen Bemerkungen 1983 und 1984, Hofgeismar: Evangelische Akademie 1988

- Roger Loewig, Porträt einer Landschaft in Bild und Wort. 1988–1993, Berlin Wilhelmsruher Damm 120: Roger Loewig 1993

- Roger Loewig, Mein Kopf fliegt als Mond über dieses Land. Gedichte, Berlin, St. Petersburg: Oberbaum 2002

- Roger Loewig, Unter den Häuten der Stadt. Erzählungen, Berlin, St. Petersburg: Oberbaum 2004

- Felice Fey, Roger Loewig. Eine Biographie, Berlin: Lukas-Verlag 2011

- Anna Schädlich, O Ikarus, um deinen Flug beneid ich dich. Roger Loewig – Maler, Zeichner, Dichter und Freund, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag 2018