Johannes_Schenk,_AdK_Berlin_2004_wiki.jpg

Johannes Schenk, 2004, Foto Schirmbeck/AdK

Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0

Schriftsteller

Johannes Schenk

(1941 Berlin – 2006 Berlin)

 

Johannes Schenk, Sohn eines Schriftstellers, wächst in Berlin und Worpswede auf. Schon als 14-Jähriger geht er zur See und ist sieben Jahre als Matrose auf Frachtschiffen unterwegs. Ab 1962 lebt er als Gärtner, Straßenarbeiter und Buchhändler in Berlin – zeitweise auch in Worpswede – und schreibt Gedichte. 1967 publiziert er die ersten in der Neuen Rabenpresse von V.O. Stomps. Ende der 1960er Jahre Bühnentechniker an der Berliner Schaubühne am Halleschen Ufer und später Mitwirkung an Theateraufführungen für junge Arbeiter.

Seit 1964 Lebensgefährte der Malerin Natascha Ungeheuer. Sie gründen 1969 das Kreuzberger Straßentheater, für das Schenk bis 1975 die Stücke schreibt. Er veröffentlicht außerdem Prosabände, schreibt Geschichten und Hörspiele für Kinder. Von 1986 bis 1993 richtet er in Kreuzberg das Schenksche Sonntagscafé aus, das vor allem durch seine literarischen Lesungen Bekanntheit erlangt. Seit den 1990er Jahren lebt er meist in einem Zirkuswagen in Worpswede.

Bibliographie:

- Johannes Schenk, Fisch aus Holz. Spiel in 11 Bildern. Gezeichnet von Natascha Ungeheuer, Berlin: Verlag Neue Rabenpresse 1967

- Johannes Schenk, Bilanzen und Ziegenkäse. Gedichte mit Zeichnungen von Natascha Ungeheuer, Berlin: Verlag Neue Rabenpresse 1968

- Johannes Schenk, Zwiebeln und Präsidenten. Gedichte, Berlin: Wagenbach Verlag 1969

- Johannes Schenk, Transportarbeiter Jakob Kuhn, Frankfurt a.M.: Verlag der Autoren 1972

- Johannes Schenk, Die Genossin Utopie. Gedichte, Berlin: Wagenbach Verlag 1973

- Johannes Schenk, Jona. Gedichte, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Verlag 1976

- Johannes Schenk, Die Stadt im Meer. Kinderroman. Mit Zeichnungen von Natascha Ungeheuer, Darmstadt und Neuwied: Luchterhand Verlag 1977

- Johannes Schenk, Zittern. Gedichte, Berlin: Wagenbach Verlag 1977

- Johannes Schenk, Der Schiffskopf. Geschichten, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Verlag 1978

- Johannes Schenk, Für die Freunde an den Wasserstellen. Gedichte, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Verlag 1980

- Johannes Schenk, Gesang des bremischen Privatmanns Johann Jakob Daniel Meyer, München u. Königstein: Autoren-Edition 1982

- Johannes Schenk, Natascha Ungeheuer, Die Abenteuer des Erfinders Philipp Nobalbo, Hamburg: VSA-Verlag 1984

- Johannes Schenk, Café Americain. Gedichte, Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1985

- Johannes Schenk, Bis zur Abfahrt des Postdampfers. Gedichte, Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1988

- Johannes Schenk, Spektakelgucker. Gedichte, Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1990

- Johannes Schenk, Wolfgang Jörg, Unter dem Holunderbusch. Gedichte, Berlin: Berliner Handpresse 1991

- Johannes Schenk, Dorf unterm Wind. Eine Kindheit in Worpswede, Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1993

- Johannes Schenk, Hinter dem Meer. Gedichte, Bremen: Donat Verlag 1998

- Johannes Schenk, Segeltuch. 349 Gedichte, Berlin: Selbstverlag 1999

- Johannes Schenk, Überseekoffer. 127 Gedichte, Berlin: Selbstverlag 2000

- Johannes Schenk, Galionsgesicht. Ein Gedicht, Worpswede: Selbstverlag 2002

- Johannes Schenk, Salz in der Jackentasche. 88 Gedichte, Berlin: Selbstverlag 2005

- Johannes Schenk, Natascha Ungeheuer, Geschenke. 14 Gedichte und eine Geschichte, Berlin: Edition Mariannenpresse 2007

- Johannes Schenk, Der Schiffskopf und andere Prosa, Göttingen: Wallstein-Verlag 2008

- Johannes Schenk, Die Gedichte. 1964–2006, Göttingen: Wallstein-Verlag 2009

- Johannes Schenk, Jo Schattig. Roman, Göttingen: Wallstein-Verlag 2009

- Johannes Schenk, Aventura. Roman, Göttingen: Wallstein-Verlag 2010

- Johannes Schenk, Die Sardinendose. Stücke und Hörspiele, Göttingen: Wallstein-Verlag 2011

- Johannes Schenk, Sonntagsrosen für Natascha. Briefe, Göttingen: Wallstein-Verlag 2013