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Peter-Paul Zahl, 2006, Foto: Michael Bulcik

Wikimedia Commons CC BY-SA 2.5

Schriftsteller

Peter-Paul Zahl
Druckerei Zahl-Wienen

(1944 Freiburg – 2011 Port Antonio/Jamaika)

 

Peter-Paul Zahl ist eine der schillerndsten Figuren der Kreuzberger Bohème. Seine Eltern betreiben in Feldberg/Mecklenburg einen Kinderbuch-Verlag, bevor sie in den Westen flüchten. Zahl lernt Kleinoffsetdrucker in Düsseldorf und gründet 1967 mit seiner Frau Ute Wienen die Druckerei Zahl-Wienen in der Kreuzberger Urbanstraße 169.

Dort entstehen u.a. Ausgaben der linken Zeitschrift Agit 883 und politische Plakate, die ihn wegen Beleidigung und öffentlicher Aufforderung zu Gewalt in Konflikt mit dem Gesetz bringen. 1972 taucht Zahl unter, weil er wegen vermuteter Teilnahme an einem Banküberfall der RAF gesucht wird. Bei seiner Festnahme verletzt er einen Polizisten schwer und kommt für zehn Jahre in Haft. Diese Zeit wird zu seiner produktivsten als Schriftsteller.

Ausstellungen:

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Bibliographie:

- Peter-Paul Zahl, Von einem, der auszog, Geld zu verdienen. Roman, Düsseldorf: Rauch Verlag 1970

- Peter-Paul Zahl, Schutzimpfung. Gedichte, Berlin: Rotbuch-Verlag 1975

- Peter-Paul Zahl, Eingreifende oder ergriffene Literatur. Zur Rezeption moderner Klassik, Gaiganz: Politladen Verlags-GmbH 1975

- Peter-Paul Zahl, Wie im Frieden. Erzählungen, Leverkusen: Literarischer Verlag Braun 1976

- Peter-Paul Zahl, Die Barbaren kommen. Lyrik & Prosa, Hamburg: MaD-Verlag Schulenburg 1976

- Peter-Paul Zahl, Waffe der Kritik. Aufsätze, Artikel, Kritiken, Frankfurt a.M.: Verlag Freie Gesellschaft 1977

- Peter-Paul Zahl, Alle Türen offen. Gedichte, Berlin: Rotbuch-Verlag 1977

- Peter-Paul Zahl, Freiheitstriebtäter. Lyrik, Prosa, Verfügungen, Gesetze, Massnahmen und eine Valentinade, Hamburg: Edition Nautilus, Verlag Schulenburg 1979

- Peter-Paul Zahl, Die Glücklichen. Schelmenroman, Berlin: Rotbuch-Verlag 1979

- Peter-Paul Zahl, Die Stille und das Grelle. Aufsatzsammlung, Frankfurt a.M.: Verlag Freie Gesellschaft 1981

- Peter-Paul Zahl, Konterbande. Eine Gedichtauswahl, Frankfurt a.M.: Zweitausendeins 1982

- Peter-Paul Zahl, Johann Georg Elser. Ein deutsches Drama, Berlin: Rotbuch-Verlag 1982

- Peter-Paul Zahl, Dorothea Hartung, Gespräch mit Peter-Paul Zahl am Tag nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis nach zehn Jahren Haft, Berlin Horstweg 32: D. Hartung 1982

- Peter-Paul Zahl, Aber nein, sagte Bakunin und lachte laut. Gedichte, Berlin: Rotbuch-Verlag 1983

- Peter-Paul Zahl, Der Staat ist eine mündelsichere Kapitalanlage. Hetze und Aufsätze 1967–1989, Berlin: Kramer Verlag 1989

- Peter-Paul Zahl, Die Erpresser. Eine böse Komödie, Berlin: Kramer Verlag 1990

- Peter-Paul Zahl, Nichts wie weg. Kriminalroman, Berlin: Verlag Das Neue Berlin 1994

- Peter-Paul Zahl, Fritz, a German hero. Schauspiel für Menschen ab 14, Wien: Verlag Monte Verita 1994

- Peter-Paul Zahl, Der schöne Mann. Kriminalroman, Berlin: Verlag Das Neue Berlin 1994

- Peter-Paul Zahl, Teufelsdroge Cannabis. Kriminalroman, Berlin: Verlag Das Neue Berlin 1995

- Peter-Paul Zahl, Lauf um dein Leben. Kriminalroman, Berlin: Verlag Das Neue Berlin 1996

- Peter-Paul Zahl, Das Ende Deutschlands. Roman, Berlin: Kramer Verlag 1997

- Peter-Paul Zahl, Geheimnisse der karibischen Küche. Geschichte, Gegenwart, Genuß. Von Jamaica bis Curaçao, Hamburg: Rotbuch-Verlag 1998

- Peter-Paul Zahl, Don Juan oder der Retter der Frauen. Eine Komödie nach Motiven von Tirso de Molina, Grafenau-Döffingen: Trotzdem-Verlag 1998

- Peter-Paul Zahl, Ananzi ist schuld. Geschichten aus Jamaika, Berlin: Elefanten Press 1999

- Peter-Paul Zahl, Jamaika, München: Beck 2002

- Peter-Paul Zahl, Der Domraub. Ein Schelmenroman, München: Dt. Taschenbuch-Verlag 2002

- Peter-Paul Zahl, Kampfhähne. Roman, Frankfurt a.M.: Fischer-Taschenbuch-Verlag 2005

- Peter-Paul Zahl, Im Todestrakt. Roman, Frankfurt a.M.: Fischer-Taschenbuch-Verlag 2005

- Peter-Paul Zahl, Miss Mary Huana. Roman, Köln: Ed. Köln 2007